Der Quickstep

Takt: 4/4 - Tempo: 52 TpM

 

Geschichte:

Der Quickstep entstand ursprünglich in den USA, entstand dort aus dem Onestep und dem Rag, seine tänzerischen Vorfahren. Diese waren eigentlich reine Marschtänze ohne Chassés oder seitliche Bewegungen. Der Onestep fand seinen Weg nach Europa, in etwa zur selben Zeit wie der 1. Weltkrieg, und fand dort gewaltige Anhängerschaften. Auch in Deutschland, wo man ihn aber weites gehend als "Schieber" bezeichnete. Aus ihm entstand zunächst der bekannte Foxtrott, welcher nun sowohl über Gehbewegungen, Seitwärtsschritte und Drehungen verfügte. Nach dem 2. Weltkrieg fand eine diskrete Aufspaltung statt, man unterschied nun zwischen drei arten. Der anspruchsvolle Slowfox galt als der anmutigste, der mittelschnelle Foxtrott als der eingänglichste und bodenständigste aller dieser Tänze, und der Quickstep als lebendigster. Dieser Quickstep entstand, als man begann den Foxtrott immer schneller und synkopierter zu interpretieren, dabei wuchsen die Umlaufgeschwindigkeiten und man brauchte eine spezielle Choreographie, die dann diesen Zanz schuf. Seit 1948 ist Quickstep ein bedeutender Part eines jeden Standardturniers und wird leidenschaftlich getanzt.

Stil:

Der Quicktep ist mit Sicherheit der lebendigste und der quirligste aller Standardtänze, er ist schnell, zeichnet sich durch eine hohe Umlaufgeschwindigkeit aus und ist beim Publikum und bei Tänzern sehr beliebt. Quicksteps werden daher auch mit rasanten 52 Bpm gespielt. Der Tanz hat einen Wechsel aus schnellen, hohen Schritten, welche aber meist klein getanzt werden, und raumgreifenden, weichen großen Schritten. Insgesamt ist die Bewegung des Quickstep daher sehr schnell, ohne dabei aber unruhig oder hibbelig zu sein. In den letzten Jahren bauen immer mehr Paare kleinere Hüpfer oder sogar große Sprünge ein, auch werden viele kleine Chassés mit Rebounds versehen, dass heißt sie sehen leicht gesprungen und stets hüpfend aus. Man findet daher immer weniger klassische Figuren und dafür ein immer größeres Arsenal an Trickfiguren, die die Aufmerksamkeit der Zuschauer und der Wertungsrichter erhaschen sollen. Daher sind die momentan häufigsten Quickstep- Figuren das Step-Hop sowie verschiedene Formen der Rebound-Chassés wie dem Pepperpot-Chassé, dem Stutter- und Scatterchassé. auch finden sich schnelle Achsendrehungen im Repertoire der meisten Tänzer wieder. Klassiker wie der V6 oder die gelaufene Linksdrehung baut man dagegen heute eher als entspannendes Element ein. Ihre Stelle haben die quick Runs eingenommen.

Interpretation:

Der Quickstep wird nach einem bekannten Zitat als der "Sekt" unter den Standardtänzen beschrieben. Dem Charakter nach ist er leicht, prickelnd, sogar aufregend und macht nach reichlichem Genuss aber sehr müde. Diese humorvolle Definition ist hinreichend präzise, und man kann diesem nur recht wenig hinzufügen. Der Quickstep ist mit Sicherheit der lebendigste Tanz seiner Klasse, er ist sehr fröhlich, aber nicht "schamlos- ausgelassen" wie der Jive in den Laintänzen, sondern verfügt über eine gewisse high- society- Klasse, die alle Standardtänze auszeichnet. Man ist sehr fröhlich, freut sich des Daseins, ohne dabei aber die Contenance oder das Gesicht zu verlieren.

Technik:

Der Quickstep ist ein technisch anspruchsvoller Tanz, da er über eine Vielzahl von vielen Fußaktionen verfügt. Da es auch ein sehr schneller Tanz ist, ist die Fußtechnik um so wichtiger, weil der Tanz sonst schnell falsch aussieht.
Die Fußtechnik des Quickstep ist als fordernd zu bezeichnen, grundsätzlich gilt, das große Schritte meist auf der Ferse angesetzt werden, kleinere und zumeist schnellere Schritte sind dagegen sehr erhoben und werden auf dem Ballen getanzt. Schnelle Seitwärtschassés werden zusätzlich mit einem Rebound versehen, um den virtuosen Charakter des Tanzes generell zu unterstreichen.
Die Haltung im Quickstep entspricht der normalen Haltung im Standardtanzen. Um den treibenden Charakter des Tanzes aber zu unterstreichen, wird das Gewicht meist recht vorne gehalten.

 

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