Der Slow Fox

Takt: 4/4 - Tempo: 30 TpM

 

Geschichte:

Slowfox ist neben Quickstep der einzige Swingtanz unter den Standardtänzen. Demnach ist seine Herkunft auch klar, er kommt in seiner ursprünglichsten Form aus Nordamerika. In Nordamerika entstanden die Swingtänze in alter Form schon vor sehr langer Zeit. Die ersten Tänze hießen Ragtime und Twostep. in manchen Gegenden werden diese sogar heute noch praktiziert. Diese Tänze sind dem heutigen Foxtrott sehr ähnlich. Englische Tanzlehrer und Choreographen formten diese etwas ländlichen Schritte neu um und schufen gleich zwei Tänze, wogegen der Foxtrott erhalten blieb. Sie schufen den lebendigen Quickstep, der sich in sehr schnellen Schritten und kleinen Hüpfern äußert, sowie den langsamen Slowfox, der in seinen Bewegungen vielmehr dem nordamerikanischen Boston ähnlich, der aber im Dreivierteltakt getanzt wurde. Deshalb ist beim Slowfox auch die Zahl drei dominierend, welches wiederum bedeutet, dass es einen langsamen Schritt gibt, der über zwei Zählzeiten geht und zwei schnelle, da Slowfox freilich einen 4/4- Takt hat, wie alle Swingtänze. Die Choreographen formten den Slowfox als einen typischen Tanz der Oberklasse, mit leichten, anmutigen Bewegungen und wellenförmiger Optik. Nach 1945 wurde Slowfox recht bald den Standardturniertänzen hinzugefügt und erfreut sich seit dem geteilter Beliebtheit. Turniertänzer begrüßen seine gleichmäßigen, langsam- getragenen Bewegungen, weil diese sehr intensiv melodisch interpretiert werden können, und auch müssen, damit der Tanz nicht fade wirkt, Hobbytänzern hingegen ist die anspruchsvolle Technik oft zu schwer, weshalb er in Tanzkursen nur ab bereits fortgeschrittenem Niveau unterrichtet wird.

Stil:

Der Slowfox gilt als der klassischte und typischte aller Standardtänze. Er verkörpert wie kein anderer die Grazie und die Anmut der Bohème und des feierlichen Zusammenseins. Der Slowfox gehört mit dem Quickstep zu den Swingtänzen. Im Gegensatz zu den lateinamerikanischen Swingtänzen wie der Jive oder der Rock'n Roll soll der Slowfox Ruhe, Gelassenheit und gleichmäßige Lockerheit verkörpern, weniger Ausgelassenheit oder Drama. Auf dem Tanzparkett ist der Slowfox bekannt für seine gehartigen, wellenförmigen Bewegungen für Unmengen an weichen Bewegungen und Posen. Typisches Element des Slowfox sind langgezogene Gehschritte (Federschritt-Dreierschritt) sowie vielfache Achsendrehung und weiche Posen wie das Throwaway Oversway oder der Hinge. Nebenbei verschönern viele Tanzpaare ihre Choreographien mit großen, sagenhaften Ronden wie dem Continuous Ronde Wing oder dem Rudolph Fallaway

Interpretation:

Die Interpretation des Slowfox ist sicherlich nicht so eindeutig wie die anderer Tänze. Der Stil des Slowfox ist weniger ausgeprägt, mehr stiller und unscheinbarer als dies bei anderen Tänzen der Fall sein mag. Slowfox gilt als der Tanz der Bohème und des Swing der Upper Class. er ist getragen, feierlich und von berührender Lockerheit und Unbeschwertheit. Slowfox auf dem Parkett hat die Bewegung der Welle als Vorbild. Das Paar befindet sich in einem steten heben uns senken, ist aber fließend und weniger fallend als im langsamen Walzer. Was für den langsamen Walzer der Pendel ist, ist für den Slowfox die Welle, die sich langsam aufbaut und seicht bricht. Ebenso findet das heben und senken, sowie die meisten Drehumfänge statt.

Technik:

Die technischen Vorraussetzungen beim Slowfox sind differenziert zu betrachten. Während der Tanz über eine äußerst komplexe Fusstechnik verfügt, sind alle anderen Techniken etwas eingängiger als in den meisten Standardtänzen. Der Slowfox gilt bei den Profipaaren zusammen mit dem Tango als einfachster Tanz, weil, wenn alle technischen Besonderheiten erst einmal erlernt sind, der Tanz im technischen Sinne nur noch wenige Anforderungen beinhaltet.
Die Fußtechnik ist schwer zu lernen, aber wer sie erst einmal beherrscht, der verlernt sie auch nie. Slowfox ist ein ebenenbehafteter Tanz, dass heißt es findet ein deutliches heben und senken statt. Da sich der Slowfox an der natürlichen Wellenbewegung orientiert, ist das heben und senken fließender und weniger aprupt. Alle langen Vorwärtsschritte sind normalerweise auf der Ferse anzusetzen, sind es schnelle Schritte, dann ebenfalls, sofern es denn der erste von vier schritten ist. Alle weiteren Schritte sind meist erhoben, allerdings gibt es dort viele ausnahmen, deren Erwähnung hier zu lange dauern würde. Bei allen Rückwärtsschritten muss die Ferse abgezogen werden. dies gilt für Damen ebenso wie für die Herren.
Die Haltung im Slowfox gilt ebenfalls als anspruchsvoll, entspricht aber der üblichen Standardhaltung. die Dame steht leicht links versetzt von dem Herrn, sie lässt ihren kopf links, es sei denn es werden Schritte in einer Promenadenposition oder Rückfallposition getanzt. Der Slowfox ist ein sehr posenreicher Tanz. Daher wird die Haltung oftmals auch Figurspezifisch betrachtet.

 

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